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DRK-Pflegeheime im Landkreis: Leistungsniveau wurde überprüft
27.05.2009

 

Auszeichnung mit Qualitätssiegel für alle neun Häuser
Erfolgreiche Rezertifizierungen und eine Neuzertifizierung 

Kreis Böblingen.  Den stationären Pflegeeinrichtungen des DRK-Kreisverbandes Böblingen in Aidlingen, Böblingen, Holzgerlingen, Jettingen, Magstadt, Renningen, Rutesheim und Sindelfingen wurde bereits zum vierten Mal seit dem Jahr 2003 das "Qualitätssiegel für Pflegeheime" verliehen. Zum ersten Mal zertifiziert wurde die neue Einrichtung in Herrenberg, das "Haus am Sommerrain". Die umfangreichen Prüfungen im Februar diesen Jahres durch das unabhängige Institut für Qualitätskennzeichnung von sozialen Dienstleistungen (IQD) mit Sitz in Filderstadt dienen der transparenten Bewertung der Pflegequalität und der weiteren Dienstleistungen. Nur Einrichtungen, die den hohen Qualitätsanforderungen gerecht werden, erhalten die Auszeichnung. Das Qualitätssiegel hat eine Gültigkeitsdauer von zwei Jahren. Danach können sich die Einrichtungen einer erneuten Prüfung stellen.

Um weitere Qualitätsentwicklungen in den Pflegeheimen zu fördern und den Einrichtungen die Möglichkeit zu geben, diese auch nach außen zu dokumentieren, entwickelte das IQD schon im Jahr 1996 ein Prüfverfahren, in dem die Qualitäts- anforderungen an die Dienstleistungsbereiche Pflege, Hauswirtschaft, soziale Betreuung, Gebäude und Organisation klar definiert sind.  "Unseren Qualitätsanforderungen liegen Leitgedanken wie Privatsphäre, Individualität und Selbstbestimmung der Heimbewohner ebenso zugrunde wie Mitarbeiterkompetenz, Hygiene und Sicherheit", so IQD-Geschäftsführer Siegfried Wolff, Geschäftsführer des bundesweit tätigen Instituts. "Im Vordergrund stehen also die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner, die auch Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Qualitätskriterien sind."

Pflegeheime, die das Qualitätssiegel erwerben möchten, erhalten vom Institut zunächst ein Handbuch mit einem Prüfkatalog, der rund 370 Prüfpunkte enthält. Damit können die Pflegeeinrichtungen im Rahmen einer Selbstbewertung feststellen, ob die Kriterien voraussichtlich erfüllt werden oder ob noch Defizite bestehen. In der ersten Stufe des Prüfverfahrens werden die umfangreichen Fragebögen und Checklisten von der Einrichtung bearbeitet. Außerdem wird nach den Vorgaben des IQD eine schriftliche und anonyme Befragung der Bewohner- bzw. Angehörigen sowie eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt, die Aufschluss über die Kundenzufriedenheit und die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter geben.

Nach Auswertung aller Unterlagen durch das IQD erfolgt eine Begehung der Einrichtung durch entsprechend qualifizierte Gutachter des Instituts, die die einzelnen Dienstleistungsbereiche genau unter die Lupe nehmen. Nach dem Zufallsprinzip werden in jedem Haus auch Besuche bei einzelnen Bewohnern gemacht. Wenn das Pflegeheim nach den Überprüfungen alle geforderten Kriterien erfüllt, wird das Qualitätssiegel verliehen, das eine Gültigkeitsdauer von zwei Jahren hat.

In der Zwischenzeit sind durch das IQD bundesweit mehr als 250 ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen zum Teil mehrfach zertifiziert oder sie befinden sich derzeit im Prüfverfahren.

Den Pflegeheimen des Kreisverbandes Böblingen des Deutschen Roten Kreuzes wurde jetzt im Rahmen einer Feierstunde im "Haus am Rankbach" in Renningen erneut das Qualitätssiegel in Form von Zertifikaten durch den Geschäftsführer des IQD verliehen. Siegfried Wolff: "Die Pflegeeinrichtungen haben sich wiederum den inzwischen noch umfangreicher gewordenen Prüfungen unterzogen und mit sehr guten Abschlussergebnissen bestanden. Sie haben sich den hohen Qualitätsanforderungen weiterhin gestellt und diese umgesetzt. Es freut mich feststellen zu können, dass wir von Zertifizierung zu Zertifizierung eine immer bessere Qualität vorgefunden haben."
Durch die freiwillige Teilnahme an dem Prüfverfahren werde der Öffentlichkeit erneut verdeutlicht, dass diese Pflegeheime Kontrollen von außen nicht scheuen, sondern an Transparenz interessiert seien.

Wolff wies auch auf das Ergebnis der Bewohner- und Angehörigenbefragung mit insgesamt 350 Teilnehmern hin. So sagen 96 % der Befragungsteilnehmer, dass die Mitarbeiter auf geäußerte Wünsche eingehen und 96,8 %, dass sie sich in den Pflegeeinrichtungen des DRK wohlfühlen. Auch die Mitarbeiter, 278 hatten an der Befragung teilgenommen, sind offensichtlich sehr zufrieden. So äußern 98,9 %, dass ihnen ihre Tätigkeit gut gefällt und 99,6 %, dass sie mit ihrer Arbeit gut zurecht kommen.
"Das sind klasse Ergebnisse. Darauf können Sie stolz sein!" so Wolff wörtlich, als er die Zertifikate an die Einrichtungsleitungen überreichte.




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