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Wolfgang Heubach
Pressesprecher des DRK-Kreisverbandes Böblingen e. V.


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DRK-Jubilare geehrt: Dankbar für humanitäres Engagement und Solidarität in der Gesellschaft

"Nicht nur schöne Worte bekommen, Wertschätzung muss sich auch im Geldbeutel wiederfinden"

Die geehrten langjährigen DRK-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sowie die in den Ruhestand Verabschiedeten mit Repräsentaten des DRK-Kreisverbandes Böblingen.

Für jahrzehntelange Treue und Tätigkeit im DRK-Kreisverband Böblingen geehrt (von links): Präsident Michael Steindorfner, Larissa Jörg (30 Jahre), Ingeborg Proft (25), Elke Haug (25), Dietmar Dietz (20), Monika Gommel (25), Irene Österle (20), DRK-Kreisgeschäftsführer Wolfgang Breidbach und DRK-Geschäftsbereichsleiter Soziale Diernste Andreas Nowack.

Für 15-jährige Tätigkeit geehrt . . .

"Unsere Gesellschaft darf und muss gerade Ihnen dankbar dafür sein, dass Sie noch ein Herz für Ihre Mitmenschen haben, das Wort Solidarität noch nicht aus ihrem Wortschatz gestrichen, sondern die Idee des Roten Kreuzes verinnerlicht haben und diese Ideale in die Tat umsetzen."  Dies betonte Michael Steindorfner, Präsident des DRK-Kreisverbandes Böblingen, bei der traditionellen Ehrung langjähriger hauptamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seines Verbandes. Gleichzeitig sind im Rahmen dieser festlichen Veranstaltung im Großen Foyer des DRK-Zentrums auf dem Flugfeld Böblingen-Sindelfingen weitere MItarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ruhestand verabschiedet worden.

Steindorfner erklärte, es stimme  in einer Zeit der Egozentrik und Abschottung auf allen Ebenen ungemein zuversichtlich, dass es Menschen wie die DRK-Jubilarinnen und -Jubilare in unserer Arbeitswelt gebe, die viel Zeit und Kraft opfern würden, um anderen zur Seite zu stehen, die sich einsetzen und zupacken, um Menschen in Not zu helfen und - auch das sagte der Präsident in aller Offenheit -, nicht immer die Anerkennung, die Wertschätzung und auch die Entlohnung bekommen würden, die sie eigentlich erhalten müssten und die sie sich im wahrsten Sinn des Wortes verdient hätten. Steindorfner betonte in diesem Zusammenhang: "Ich weiß schon, was unsere Aufgabe in der Führung ist, dass wir auch unseren Part dazu leisten müssen, damit Ihre Rahmenbedingungen stimmen und Sie nicht nur schöne Worte bekommen,
sondern dass sich diese Wertschätzung auch in Ihrem Geldbeutel wiederfindet." Der Präsident unterstrich, er sehe eine seiner Hauptaufgaben darin, als ehrenamtlich arbeitender Präsident des DRK-Kreisverbands alles zu tun und zu versuchen, "dass Sie die Ihrem Einsatz und Ihrem Engagement angemessene und adäquate Bezahlung für die weiß Gott schwierige Aufgabe bekommen, die Sie in den Pflegeheimen oder im Rettungsdienst, um nur zwei Bereiche zu nennen, leisten."

"Für Veränderung in Köpfen und Herzen kämpfen"

Die Gesellschaft müsse endlich einmal kapieren, dass sie einerseits in existenziellen Lebensbereichen nicht immer nur das Optimum für sich fordern könne, aber nicht bereit sei, denen, die für dieses Optimum Sorge tragen würden, die angemessene Bezahlung zu gewähren. Hundert und mehr Euro für das Vergnügen auszugeben, spiele für die meisten keine Rolle, aber wehe, die Kranken- oder Pflegeversicherungsbeiträge werden um fünf Euro im Monat erhöht, um beispielsweise angemessene Gehälter bezahlen zu können. "So lange wir diesen Widerspruch in unserer Gesellschaft nicht auflösen, werden wir nicht wirklich entscheidend vorankommen. Deshalb müssen wir kämpfen für eine Veränderung in den Köpfen und Herzen der Verantwortlichen Politiker und Verbandsfunktionäre, müssen wir in die Öffentlichkeit gehen und mit unserem Können und unseren exzellenten Leistungen den Mitmenschen klar machen, dass dies auch in Zukunft nur möglich sein wird, wenn man bereit ist, dafür auch das Nötige zu zahlen."  Er werde keine Gelegenheit mehr auslassen, dies bei jedweder Gelegenheit zum Thema zu machen und der Öffentlichkeit die Augen für diese Problematik zu öffnen. Wer so viel für seine Mitmenschen geleistet habe und leiste, sei es wert, daß man sich für sie verkämpfe. "Sie machen mit Ihrer Arbeit Hoffnung für die Zukunft und bieten die Gewähr dafür, dass der Gedanke der Humanität nicht nur in dieser Gesellschaft, sondern weltweit, wie die Rot-Kreuz-Organisation nun einmal aufgestellt ist, nicht in Vergessenheit gerät, weiter lebt und unermüdlich weiter umgesetzt wird." Denn das sei der Markenkern, aber auch das Markenzeichen des Roten Kreuzes, so wie es Henry Dunant vorgegeben habe: "Helfen, ohne zu fragen wem."

An der Feier im festlich geschmückten Großen Foyer nahmen auch die Präsidiumsmitglieder Wolfgang Frank und Gabriele Vorreiter, Kreisgeschäftsführer Wolfgang Breidbach, der stellvertretende Kreisgeschäftsführer Jürgen Kalbfell, die Geschäftsbereichsleiter Andreas Nowack und Klaus-Dieter Grossnick sowie Rettungsdienstleiter Gerhard Fuchs teil. Für den guten musikalischen Ton sorgte das Duo Kreczmarsky/Petrov-Schell. Und wie immer von fleissigen Händen geplant und durchgeführt lief die Ehrung auch organisatorisch "top" und perfekt ab. Das Buffet, die Blumensträusse für Ehrungen und Verabschiedungen sowie die kleine Festschrift zur Erinnerung eingeschlossen.

Die Ehrungsliste

35 Jahre hauptamtlich im DRK-Kreisverband Böblingen tätig: Hans Bauer (Pflegezentrum Sindelfingen).

30 Jahre: Larissa Jörg (Pflegezentrum Sindelfingen).

25 Jahre: Jürgen Schmid (Altenpflegeheim Böblingen), Manfred Coßmann (Altenpflegeheim Holzgerlingen).
Monika Gommel und Elke Haug (Altenpflegeheim Renningen), Ingeborg Proft (Soziale Dienste).

20 Jahre: Dietmar Dietz und Irene Österle (Altenpflegeheim Böblingen), Michael Rimpp und Natali Schmidt (Altenpflegeheim Holzgerlingen), Norbert Hiemer, Lina Pak und Gordana Vranic (Altenpflegeheim Renningen), Ralph Fuchs (Rettungswache Leonberg/Malmsheim).

15 Jahre: Borka Blazinovic und Sigrun Schlick (Altenpflegeheim Aidlingen), Susan Hovsepyan und Cornelia Schneeberg (Altenpflegeheim Böblingen), Betina Hampe (Altenpflegeheim Herrenberg), Katarina Abel-Pfitzinger (Altenpflegeheim Jettingen), Regina Hackstuhl (Altenpflegeheim Magstadt), Andrea Fromm (Altenpflegeheim Renningen), Heidi Marek (Altenpflegeheim Rutesheim), Anna Jung (Integrierte Leitstelle), Dagmar Kasper (Personalwesen), Stephan Abele und Thomas Schradi (Rettungswache Leonberg/Malmsheim), Artur Andrzejczuk, Petra Golze, Sven Peters und Jürgen Schmid (Rettungswache Sindelfingen), Werner Klauss (Rettungsdienst Werkstatt).

In den Ruhestand verabschiedet: Elena Slavova (Altenpflegeheim Böblingen), Angelika Heiderich (Altenpflegeheim Herrenberg), Josefa Reisch-Goretzki (Altenpflegeheim Holzgerlingen), Nuta Gommel und Gisela Himmelseher (Altenpflegeheim Malmsheim), Eva-Maria Teitge (Altenpflegeheim Renningen), Veronika Heck (Altenpflegeheim Rutesheim), Georg Seyfried (Rettungswache Leonberg).

23. November 2018 15:24 Uhr. Alter: 18 Tage