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Wolfgang Heubach
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NND-Gottesdienst zum Thema "Quelle sein" in der Briccius-Kirche Oberjesingen

Anderen Menschen zur Kraft- und Trostquelle werden

"Quelle sein" - unter diesem Thema stand der diesjährige Gottesdienst des Notfall-Nachsorge-Dienstes (NND) des DRK-Kreisverbandes Böblingen. In der Oberjesinger Briccius-Kirche versammelten sich aus diesem Anlass zahlreiche Angehörige des NND, des Roten Kreuzes, der Feuerwehren und der Polizei sowie Gläubige.

NND-Angehörige und Vertreter anderer Hilfs- und Rettungsorganisationen vor dem eindrucksvollen Altargemälde in der Oberjesinger Briccius-Kirche. Vordergrund Mitte Präsident Michael Steindorfner, zweite Reihe oben links Pfarrer Stephan Bleiholder.

Pfarrer Stephan Bleiholder, auch als Seesorger im NND wehrenamtlich tätig, stellte in seiner Predigt, verbundern mit einer meditativen Auslegung von drei NND-Angehörigen, die Begegnung von Jesus mit der Frau am Jakobsbrunnen aus dem Johannes-Evangelium in den Mittelpunkt. Pfarrer Bleiholder zog als Lehre aus der Geschichte, keinem Menschen gegenüber Vorurteile zu hegen, denn "Vorurteile machen den Horizont begrenzt" und: Jesus hat ein Wasser, gegründet auf der Wahrheit über Gott, vom dem man ewiges Leben bekommen kann. Deshalb sei es wichtig, anderen Menschen zur Kraft- und Trostquelle zu werden.

Der Pfarrer verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Jahreslosung 2018 aus der Offenbarung, im Altarraum der Briccius-Kirche angebracht: "Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst." Diese Quelle, dieses Wasser des Lebens, das uns Gott schenkt, könne jeder für sich selbst finden, denn "Gott wohnt ja in Dir."

Michael Steindorfner, Präsident des DRK-Kreisverbandes Böblingen, sagte in seiner Ansprache, einmal im Jahr würden die Mitglieder des Notfall-Nachsorge-Dienstes mit weiteren Hilfs- und Rettungsorganisationen im Landkreis Böblingen einen Gottesdienst feiern und vor dem Altar zusammen kommen, "um sich von dieser Quelle der Liebe Gottes, der Spiritualität und des geistlichen Lebens die Stärke für einen Dienst zu erbitten, der sie nicht selten an die Grenzen ihrer Möglichkeiten und des persönlich Verkraftbaren führt." Steindorfner erklärte, er sei den Aktiven des NND außerordentlich dankbar für diesen Dienst. Nicht der Jubel der Massen sei wichtig, sondern es sei viel bedeutsamer, daß diese Ehrenamtlichen mit ihrem Einsatz wieder Menschen einen Boden unter den Füssen geben, ihnen unter die Arme greifen und Erste Hilfe für die Seele leisten würden. "Ihr Wirken im Notfall-Nachsorge-Dienst ist genau das Zeichen von Menschlichkeit und einem fürsorglichen Miteinander, das gerade jetzt so eminent wichtig und bedeutsam ist in einer Welt, die in der Politik und auch im Zusammenleben der Bevölkerung mit ihrer besorgniserregenden Ich-Bezogenheit und Rücksichtslosigkeit und auch Verantwortungslosigkeit zunehmend aus den Fugen gerät."

"Quelle sein" - dieses Thema gelte für Betroffene ebenso wie für die über 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die Geistlichen eingeschlossen, die sich seit nunmehr 21 Jahren im Landkreis Böblingen im DRK-Notfall-Nachsorge-Dienst selbstlos um Menschen und deren Angehörige kümmerten, die von schweren Schicksalsschlägen betroffen seien. 94 mal seien sie im Jahr 2017 im Einsatz gewesen, 73 mal bereits in diesem Jahr.

Präsident Steindorfner sagte im weiteren Verlauf seiner Ansprache, beim Betreten der Briccius-Kirche sei ihm sofort das eibndrucksvolle Altargemälde des Künstlers Rudolf Schäfer aufgefallen, das eine Antwort gebe auf viele Fragen, die sich Menschen in Anbetracht schwerer Schicksalsschläge stellen würden: "Es ist die Heilsgeschichte Jesu Christi selbst, die uns Hoffnung geben, Trost spenden und Zuversicht vermitteln soll und so auch Quelle für uns sein kann." Und wie schon zuvor Pfarrer Bleiholder, stellte auch Michael Steindorfner fest: "Man kann nur aus seiner inneren Quelle Kraft schöpfen, wenn man den Weg zu ihr kennt." Der Präsident zitierte dabei auch einen deutschen Publizisten, der einmal festgestellt habe: "Die Quelle der Liebe liegt tief im Herzen."

Zu Beginn dieses besonderen Gottesdienstes wurde die Arbeit des Notfall.Nachsorge-Dienstes vorgestellt. Die Fürbitten sprachen Angehörige der Polizei, der Feuerwehr, des DRK-Rettungsdienstes und des DRK-Notfall-Nachsorge-Dienstes.

27. September 2018 15:24 Uhr. Alter: 22 Tage