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Wolfgang Heubach
Pressesprecher des DRK-Kreisverbandes Böblingen e. V.


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Wolfgang Frank: Kirche und Rotes Kreuz leisten gemeinsam Erste Hilfe - DRK-Familie im Landkreis an der Krippe im Renninger Stadtteil Malmsheim

"Das Rote Kreuz kann sich mit den Themen, die jedes Jahr über der Krippe stehen, stets wiederfinden. Das hat unser Präsident Michael Steindorfner in den vergangenen Jahren immer wieder zum Ausdruck gebracht.

An der Krippe (von links): DRK-Kreisgeschäftsführer Wolfgang Breidbach, Bürgermeister Wolfgang Faißt, Wolfgang Frank und Pfarrer Franz Pitzal.

Tauschten beim DRK-Familientreffen an der Krippe in der Martinus-Kirche im Renninger Stadtteil Malmsheim Erinnerungen aus (v.l.): Dr. Reiner Heeb, Ehrenvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Böblingen und langjähriger Landrat sowie Pfarrer Franz Pitzal.

Gruppenbild vor der Krippe.

Weil es uns gemeinsam um Menschen geht. Da leisten wir beide, Kirche und Rotes Kreuz Erste Hilfe." Dies unterstrich beim diesjährigen Familientreffen des Deutschen Roten Kreuzes im Landkreis Böblingen an der Renninger Krippe, die in der Martinus-Kirche im Stadtteil Malmsheim aufgebaut ist, Wolfgang Frank, Präsidiumsmitglied und Schatzmeister des DRK-Kreisverbandes Böblingen. Frank sprach anstelle von Präsident Michael Steindorfner, der wegen einer anderen Verpflichtung erst gegen Ende am Familientreffen teilnehmen konnte.

Nach den Worten von Wolfgang Frank könnte auch das diesjährige Motto der Krippe "Dein ist die Zeit" über der Arbeit im Roten Kreuz stehen. Er verwies dabei aus der Fülle der Aufgaben beispielhaft auf den Rettungsdienst, die Helfer-vor-Ort-Gruppen und den Notfallnachsorgedienst. "Zeit spielt bei Unfällen und in Notsituationen immer eine ganz wichtige  Rolle. Oft geht es wirklich um Sekunden und wenige Minuten, die über Tod und Leben entscheiden können. Kostbare Zeit, wie alle aktiven Angehörigen des Roten Kreuzes, ob ehren- oder hauptamtlich, wissen", betonte Frank. Damit leiste das Rote Kreuz einen unschätzbaren Dienst für die Gesellschaft, getragen von einem hohen Verantwortungsbewusstsein.

Deshalb habe sich das Rote Kreuz seit vielen Jahren ein hohes Ansehen im Landkreis Böblingen erarbeitet. Wolfgang Frank mahnte in diesem Zusammenhang im Blick auf Politik und Kostenträger an, daß das Rote Kreuz mehr verlässliche Rahmenbedingungen benötige. Krtisch beleuchtete das DRK-Präsidiumsmitglied auch das Gesetz zur Einzelzimmervorgabe in Pflegeheimen. Sein kurzer Kommentar hierzu: "Nicht durchdacht, nicht machbar." Auch das voll funktionsfähige Pflegeheim in Renningen wäre davon betroffen. Frank rief in Erinnerung, daß Präsident Steindorfner immer wieder für vernünftige und praktikable Anwendungen von Gesetzen und Verordnungen plädiert habe.

"Reformen von unten und nicht von oben"

Wolfgfang Frank ging in seiner Ansprache auch auf das vorjährige Motto der Krippe ein: "Eine feste Burg ist unser Gott". Damit sei das Jahr 2017 eingeläutet worden, das an die Reformation vor 500 Jahren erinnerte. Daß dies auch Pfarrer Franz Pitzal an der Krippe aufgegriffen habe, sei mutig und richtungsweisend gewesen. Denn die 500-Jahrfeier der Reformation habe beiden Kirchen gut getan. Die Ökumene vor Ort sei damit belebt worden. "Und es war auch gut, daß sich viele Ehrenamtliche auf beiden Seiten dabei eingebracht haben. Auch in der Kirche sind es oft die Ehrenamtlichen, die festgefahrene Strukturen aufbrechen wollen und können. Reformen von unten und nicht von oben."

Wolfgang Frank widmete ferner den Sternsingern ein besonderes Wort: Ihr Motto "Segen bringen und Segen sein" eigne sich ebenfalls hervorragend für das Rote Kreuz im Landkreis Böblingen. Getreu Henry Dunants Devise Helfen, ohne zu fragen wem. "Helfen in Zeiten, wo wir alle mit Flüchtlingsströmen, Hungersnöten und Terrorismus konfrontiert werden. Da kann die Welt froh sein, daß es erdumspannend das Rote Kreuz und die christlichen Kirchen gibt."

Eingehend auf das Buch des Predigers im Alten Testament: "Alles hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde", sagte Wolfgang Frank, dieser Satz gelte für unser aller Leben. "Wir Menschen sollten öfter darüber nachdenken, daß wir alle vergänglich und nicht das Maß aller Dinge sind. Wir müssen unsere Grenzen kennen und wissen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Daraus resultieren dann vielleicht mehr Gelassenheit und Demut."

"Zeit ist Gnade"

Der Redner brachte noch einen weiteren Gedanken zum diesjährigen Thema der Krippe ein: "Wo ist nur die Zeit geblieben? Diese Frage hören wir oft." Deshalb sei es für uns alle wichtig, die uns gegebene Zeit sinnvoll zu nutzen. "Zeit ist Gnade", so stehe es in der Uhr am Kirchturm in Oberjesingen. Und zwar genau dort, wo einst das Herz der Uhr, das Uhrwerk, seinen Platz gehabt habe. Zeit und Gnade, ein Begriff der Bibel, "vor allem dort, wo von Gottes Beziehung zu uns Menschen die Rede ist. Beides, Zeit und Gnade, sind ein Geschenk des Himmels".

Zu Beginn seiner Ansprache hatte Wolfgang Frank die Verdienste von Pfarrer Franz Pitzal gewürdigt, seit 38 Jahren das aktuelle Geschehen dieser Welt in das Geschehen der Krippe zu stellen. Damit baue Pfarrer Pitzal Brücken zwischen den Menschen und Kulturen, Ländern und Kontinenten. Er gebe damit ein Zeichen der Hoffnung der Verbundenheit, des Friedens und der menschlichen Solidarität. Mit den Spenden habe Pfarrer Pitzal weltweit sage und schreibe 100 Hilfsprojekte gefördert. Dafür sagte ihm das Präsidiumsmitglied des DRK-Kreisverbandes Böblingen ein von Herzen kommendes "Vergelt´s Gott !"

Das Familientreffen wurde nach einführenden Worten von Pfarrer Franz Pitzal, der Aufbau und Stationen der Krippe vorstellte, von zwei Angehörigen der Musikschule Renningen gehaltvoll musikalisch gestaltet. Unter den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern waren auch Renningens Bürgermeister Wolfgang Faißt, der Ehrenvorsitzende des DRK-Kreisverbandes Böblingen, Dr. Reiner Heeb, Kreisgeschäftsführer Wolfgang Breidbach sowie weitere Präsidiumsmitglieder, Ortsvereinsvorsitzende und Aktive der Bereitschaften.

31. January 2018 21:58 Uhr. Alter: 318 Tage