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Wolfgang Heubach
Pressesprecher des DRK-Kreisverbandes Böblingen e. V.


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Von Innenminister Strobl gestiftet und erstmals verliehen: Renate Kottke mit Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen ausgezeichnet - Herausragende Verdienste gewürdigt

„Baden-Württemberg ist das Ehrenamtsland schlechthin. Hier bringen sich die Menschen für die Gemeinschaft ein wie kaum irgendwo sonst. Jeden Tag arbeitet – neben den hauptamtlichen Kräften – ein großes Netzwerk an Ehrenamtlichen für unsere Sicherheit. Mehrere hunderttausend haupt- und ehrenamtlich Engagierte sind rund um die Uhr für uns da.

Aus den Händen von Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister des Landes Baden-Württemberg, erhält Renate Kottke die erstmals vergebene hohe Auszeichnung.

Oft bringen sie sich mit einem Einsatz auch selber in Gefahr, jeder Einsatz ist oftmals ein Risiko für die Gesundheit, manchmal sogar lebensbedrohend – es sind Helden unserer Gemeinschaft. Diesen Einsatz für unser Land kann man nicht hoch genug wertschätzen. Deshalb haben wir das Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen ins Leben gerufen“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl bei einer Feierstunde vor 300 Gästen im Neuen Schloß in Stuttgart. 

„Heute ist eine besondere Verleihung: Wir verleihen das Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen zum ersten Mal. Diejenigen, die heute im Mittelpunkt stehen, ragen in ganz besonderer Weise aus den Reihen der Menschen hervor, die diese Ehrung verdienen“, so Innenminister Strobl. Unter den insgesamt 20 Ausgezeichneten war auch Renate Kottke aus Ehningen, DRK-Landesdirektorin und Ehren-Kreisbereitschaftsleiterin des DRK-Kreisverbandes Böblingen.



„Es ist mir ein persönliches Anliegen, vor allem unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Bevölkerungsschutz immer wieder in den Fokus zu stellen. Sie sind engagiert, hilfsbereit und haben Teamgeist“, sagte der Innenminister.
„Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Menschen im Ehrenamt durch eine gute Ausrüstung, zeitgemäße Ausbildung und auch durch finanzielle Absicherung bei Sachschäden oder gar Schäden an Gesundheit und am Leben. Hier haben wir in den letzten Jahren einiges geleistet: Wir haben die Ausstattung im Katastrophenschutz – insbesondere durch zeitgemäße neue Fahrzeuge und Spezialausstattung – verbessert. Für den Unfallschutz wird jährlich mehr als eine Million Euro aus dem Landeshaushalt bereitgestellt. Aktuell haben wir zwei neue Ehrenzeichen gestiftet: Ab dem kommenden Jahr 2018 gibt es ein neues Feuerwehr-Ehrenabzeichen für 15 Jahre Einsatzdienst und heute darf ich erstmals das Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen verleihen“, erklärte Innenminister Thomas Strobl.

Das neue Ehrenzeichen

Zur Anerkennung und Würdigung von besonderen Verdiensten um den Bevölkerungsschutz stiftet der Innenminister des Landes Baden-Württemberg ein Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen. Die Ehrung wird an Personen vergeben werden, die sich in besonderer Weise um den Bevölkerungsschutz verdient gemacht haben oder die besonders mutiges und entschlossenes Verhalten im Bevölkerungsschutzeinsatz gezeigt haben. Die Auszeichnung ist tragbar in Form einer Bandschnalle oder einer Anstecknadel. Darüber hinaus erhalten die zu Ehrenden eine Urkunde und eine Medaille. Das Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen kann an Angehörige der zur Mitwirkung im Bevölkerungsschutz des Landes Baden-Württemberg anerkannten Hilfsorganisationen, der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks sowie an Personen, die keiner der genannten Organisationen und Einrichtungen angehören, sich aber gleichwohl um den Bevölkerungsschutz im Land verdient gemacht haben, verliehen werden. Die Auszeichnung wird jährlich vergeben und ist auf eine Zahl von 20 pro Jahr limitiert. Vorschläge für die Vergabe der Auszeichnung können von den Landesverbänden der im Bevölkerungsschutz des Landes Baden-Württemberg mitwirkenden Hilfsorganisationen, dem Landesfeuerwehrverband, den Katastrophenschutzbehörden und den Städten und Gemeinden eingereicht werden. Die Entscheidung über die Verleihung der Auszeichnung trifft der Innenminister.

Innenminister würdigt Renate Kottke
 
Renate Kottke ist seit vielen Jahren im Ehrenamt Landesdirektorin der Bereitschaften beim DRK Landesverband Baden-Württemberg. Ihr Bestreben war es immer, für ein gutes Miteinander zwischen Haupt- und Ehrenamt zu sorgen. Dabei wirkt sie in vielen Bereichen überaus segensreich.
 
Renate Kottke hat in den vergangen 15 Jahren im DRK-Landesverband Baden-Württemberg erfolgreich das Personenauskunftswesen bei Katastrophen weiter entwickelt. Als bundesweit einmalige Struktur ist es ihr gelungen, das sog. "Überregionale Kreisauskunftsbüro" in den vier Regierungsbezirken als integrativen Bestandteil des Bevölkerungsschutzes zu implementieren.
 
Darüber hinaus hat Renate Kottke durch Schaffung eines speziellen Arbeitskreises aus Fachleuten der Notfallnachsorgedienste, der Kriseninterventionsdienste und der Notfallseelsorge diese vielschichtigen Aufgabengebiete unter der Sammelbezeichnung "Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV)“ landesweit vorangebracht.
 
Renate Kottke setzt sich sehr engagiert für die Fortentwicklung des Leistungsvergleiches der Bereitschaften auf dem Gebiet der Ersten Hilfe ein. ln zahlreichen Bundeswettbewerben, die in den vergangenen Jahren stattfanden, wirkte sie mit großem Sachverstand in der Wettbewerbsleitung mit.
 
Bei der Planung und Einsatzsteuerung der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehrmaßnahmen anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2006 hat Renate Kottke wesentlich zur erfolgreichen Einsatzabwicklung beigetragen.
 
Auf Landes- und Bundesebene setzt sich Renate Kottke nachdrücklich für die Umsetzung der Ziele "Interkulturelle Öffnung" ein. Ihr ist es gelungen, im Zusammenwirken mit der zuständigen Abteilung Sozialarbeit seit einigen Jahren im Landesverband einen Arbeitskreis "IKÖ" ins Leben zu rufen, der sich insbesondere um die Integration von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern mit Migrationshintergrund in die ehrenamtlichen Strukturen des DRK große Verdienste erworben hat.
 
Renate Kottke ist Mitglied im Präsidium des DRK-Landesverbandes Baden-Württem­berg und nimmt diese Aufgabe stets mit großem zeitlichem Aufwand, mit Sach- und Fachverstand, mit Fingerspitzengefühl und mit herausragendem Engagement wahr.




11. December 2017 13:54 Uhr. Alter: 164 Tage