Sie sind hier: Aktuelles » Binningers setzen sich für Dream-Doctors-Pilotprojekt ein - Informationsbesuch im DRK-Zentrum

Wolfgang Heubach
Pressesprecher des DRK-Kreisverbandes Böblingen e. V.


Telefon:

01 51 - 17 41 22 76

eMail :

Weaheubach(at)aol.com

Binningers setzen sich für Dream-Doctors-Pilotprojekt ein - Informationsbesuch im DRK-Zentrum

Am bundesweit bislang einmaligen Pilotprojekt "Dream Doctors", das der DRK-Kreisverband Böblingen zusammen mit dem "Waldhaus" in Hildrizhausen in den nächsten Wochen starten will, zeigten auch der Bundestagsabgeordnete Clemens Binninger und seine Ehefrau, die Nufringer Bürgermeisterin Ulrike Binninger, großes Interesse.

In der DRK-Rettungswache Sindelfingen (v.r.): Präsident Michael Steindorfner, Bürgermeisterin Ulrike Binninger, Bundestagsabgeordneter Clemens Binninger, Rettungswachen-Leiter Sven Peters und Geschäftsbereichsleiter Guido Wenzel.

Im Gespräch (v.l.): Michael Steindorfner, Ulrike Binninger. Clemens Binninger, Guido Wenzel und Sven Peters.

Vor dem neuen DRK-Zentrum auf dem Flugfeld (v.l.): Michael Steindorfner, Clemens und Ulrike Binninger sowie Guido Wenzel.

Im Erste-Hilfe-Lehrsaal.

Clemens und Ulrike Binninger, die jeweils aus unterschiedlichen dienstlichen und beruflichen Gründen nicht an der Jubiläums-Gala aus Anlass des 150-jährigen Bestehen des DRK-Kreisverbandes in der Böblinger Kongresshalle teilnehmen konnten, statteten jetzt dem neuen DRK-Zentrum auf dem Flugfeld Böblingen-Sindelfingen gemeinsam einen Informationsbesuch ab. Dabei erläuterte Michael Steindorfner, der Präsident des DRK-Kreisverbandes Böblingen, im Beisein von DRK-Geschäftsbereichsleiter Guido Wenzel dem Bundestagsabgeordneten und der Bürgermeisterin das wegweisende Projekt. Es soll nicht nur schwer traumatisierten Flüchtlingskindern wieder "einen stabilen Boden" geben, sondern auch betroffenen deutschen Kindern und Jugendlichen. "Wir wollen diese jungen Menschen nicht einfach ihrem Schicksal überlassen, denn das fällt in späteren Jahren dann wieder auf unsere Gesellschaft zurück", erläuterte Michael Steindorfner. 

In einem ersten Schritt werden die Flüchtlingskinder  bereits bei der Ankunft durch "Clowns" betreut, die von den Dream Doctors aus Israel ausgebildet werden. Dort hat man seit langem damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Diese Clowns begleiten Kinder und deren Familienangehörige durch die einzelnen Stationen der Ankommens- und Integrationskette. Der zweite Schritt ist der Dream-Circus, der in Form von Arbeitsgemeinschaften an Schulen und eventuell auch in Kindergärten stattfinden soll. Ein einwöchiger Workshop mit derm "Waldhaus" habe bereits erfreuliche Ergebnisse erbracht: "Sprachbarrieren sind pantomisch gelöst worden. Es konnte problemlos ein sofortiger Kontakt zu den Kindern hergestellt werden,"  erklärte Präsident Steindorfner. 


Das Pilotprojekt ist in der DRK-Kreisgeschäftsstelle im Geschäftsbereich Soziale Dienste von Andreas Nowack angesiedelt, die direkte Ansprechpartnerin und Verantwortliche ist Stefanie Batzlen. Ein Schwerpunkt wird außerdem die Ausbildung ehrenamtlicher Clowns sein. "Wir wollen einen großen Stamm Ehrenamtlicher ausbilden. Sie müssen nur eine Voraussetzung mitbringen: Ein Herz für Kinder haben !", umriss MIchael Steindorfner die weitere Zielsetzung. "Und wenn es gut läuft, ist eine Ausdehnung des Pilotproekts auch auf Landes- und Bundesebene denkbar. Vom DRK-Generalsekretariat in Berlin ist jedenfalls schon Interesse signalisiert worden." 


Zwei Stiftungen und die Kreissparkasse Böblingen hätten durch Spenden den baldigen Start des Projektes ermöglicht. "Um nachhaltig wirken zu können, hoffen wir auf weitere Sponsoren. Wir würden uns deshalb auch sehr über eine finanzielle Unterstützung durch den Landkreis Böblingen freuen", sagte Präsident Steindorfner. Clemens Binninger, der zusammen mit seiner Frau seit vielen Jahren privat eine Einrichtung in Deutschland unterstützt, die sich um  verletzte und kranke Kinder kümmert, die in ihren von Krieg heimgesuchten Ländern nicht behandelt werden können, sagte zu, sich diesbezüglich an Landrat Bernhard wenden zu wollen. Der Bundestagsabgeordnete und seine Frau kennen durch ihr privates Engagement die große Not dieser betroffenen Kinder und messen deshalb dem Pilotprojekt besondere Bedeutung zu.


Bei einem Rundgang durch das neue DRK-Zentrum, dem auch die Rettungswache Sindelfingen angegliedert ist, zeigten sich Clemens und Ulrike Binninger außerordentlich beeindruckt von der Funktionalität des Gebäudes, seiner Einrichtung, den flexiblen Kurs- und Unterrichtsräumen sowie den sozialen Einrichtungen für die rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In der DRK-Rettungswache informierte deren Leiter Sven Peters zusätzlich zu Präsident Steindorfner über Rettungsmittel und Räumlichkeiten. Nicht zuletzt nahmen die beiden Besucher auch zur Kenntnis, dass bei dem Neubau der Zeitrahmen exakt eingehalten und das Kostenlimit sogar unterschritten werden konnte. Und für die Nufringer Bürgermeisterin Ulrike Binninger war es eine angenehme Überraschung, im Gebäude einer Ausstellung der Nufringer Künstlerin Irene Ziegler-Selle zu begegnen. 

31. August 2016 11:00 Uhr. Alter: 1 Jahre