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Wolfgang Heubach
Pressesprecher des DRK-Kreisverbandes Böblingen e. V.


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Steindorfner:

Breit gefächerte Rettungskette des Roten Kreuzes im Kreis Böblingen hat sich bei Eiseskälte, schweren Verkehrsunfällen und Bränden bewährt.

"Die breit gefächerte Rettungskette des Roten Kreuzes im Landkreis Böblingen hat sich gerade auch in den zurück liegenden Tagen und Wochen wieder einmal bewährt, als die Menschen nicht nur gegen die Eiseskälte zu kämpfen hatten, sondern auch einige schwere Verkehrsunfälle und Brände mit Todesfolge zu beklagen waren. Unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den Bereitschaften sowie unsere hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem des Rettungsdienstes waren außerordentlich gefordert. Darüberhinaus waren auch die ehrenamtlich tätigen und besonders geschulten Angehörigen des DRK-Notfall-Nachsorge-Dienstes (NND) im Einsatz, um betroffenen Angehörigen und Freunden, die von schweren persönlichen Leid betroffen waren, menschliche Hilfe und Zuwendung zu geben." Diese Einsatzbilanz zieht der Präsident des DRK-Kreisverbandes Böblingen, Michael Steindorfner.

Den Notfall-Nachsorge-Dienst des DRK-Kreisverbandes bezeichnete Michael Steindorfner als äußerst segensreiche Einrichtung. Das zeige sich immer wieder bei der Bewältigung tragischer und schlimmer Krisen- und Lebenssituationen. Neben den ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfern gehörten dem NND auch Geistliche beider Konfessionen an. Sie alle zusammen leisteten gewissermassen "Erste Hilfe für die Seele." Nach Steindorfners Meinung eine sehr sensible Aufgabe, der sich die NND-Angehörigen stellen würden. So wie beispielsweise bei dem furchtbaren Amoklauf von Winnenden. Steindorfner wie Renate Kottke, DRK-Kreisbereitschaftsleiterin und Landesbereitschaftsdirektorin, sind deshalb sehr froh darüber, daß sich Bürgerinnen und Bürger bereit finden, sich dieser wichtigen Aufgabe anzunehmen. Ihre Tätigkeit schliesse auch die Betreuung von Einsatzkräften nach besonders belastenden Unglücksfällen und Tragödien mit ein.

"Keine Probelme" hatte der DRK-Rettungsdienst im Landkreis Böblingen mit den arktischen Temperaturen der zurück liegenden Zeit. "Unsere Fahrzeuge sind wie in jedem Jahr pünktlich winterfest gemacht worden und unsere Rettungskräfte haben gewohnt zuverlässig die Situation gemeistert", bilanziert Ernst Baldauf, Betriebsleiter der DRK-Rettungsdienst gGmbH im Landkreis Böblingen. Überdies sei eine flächendeckende Versorgung des Kreises Böblingen durch die vier Rettungswachen-Standorte in Leonberg, Sindelfingen, Renningen-Malmsheim und Herrenberg gesichert. "Wir haben einen hohen Qualitätsstandard und sind an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr im Einsatz, um schnell und gezielt helfen zu können, wenn es die Situation erfordert", unterstreicht Baldauf.

Präsident Steindorfner weist in diesem Zusammenhang auch auf die vorzügliche Arbeit der DRK-Bereitschaften des Kreises Böblingen hin. Dies habe sich bei den schweren Bränden der letzten Wochen ebenso gezeigt wie bei einem tragischen Unfall auf der A 81 bei Herrenberg. Mehrere Stunden lang seien hier hunderte von Autofahrern bei grimmiger Kälte fest gesessen. In Anbetracht der Situation habe der DRK-Ortsverein Herrenberg schnell und entschlossen gehandelt und rund 1 000 Becher mit heissen Getränken an die frierenden Autoinsassen ausgegeben. Durch die Anwesenheit der DRK-Helferinnen und -Helfer sei außerdem sicher gestellt gewesen, vor Ort sofort eingreifen zu können, falls medizinische Hilfen notwendig gewesen wären.

"Optimal funktioniert" hat nach den Worten von Herbert Mann die Integrierte Rettungsleitstelle in Böblingen, wo unter der Nummer 112 alle Notrufe aus dem Landkreis einlaufen. Mann ist Leiter dieser Einrichtung. "In Sekundenschnelle leiten unsere Disponenten, die über die modernste technische Ausrüstung verfügen, rund um die Uhr alle notwendigen Maßnahmen ein", betont Mann. "Darauf können sich die Menschen verlassen."

Für die kommenden Tage geben die DRK-Verantwortlichen noch folgende Tipps:

Tipp 1: Funktionswäsche tragen

Im Karneval will niemand den Schneeoverall über das Kostüm ziehen. Aber der Körper muss trotzdem warm gehalten werden. Am besten zieht man mehrere Schichten übereinander ("Zwiebellook"). Als unterste Schicht eignet sich Funktionswäsche. Sie hält warm - und weil sie eng anliegt, kommt die Optik nicht zu kurz.

Tipp 2: Tee zum Aufwärmen

Ein Schluck Alkohol zur Aufwärmung hilft nur, wenn er im Warmen getrunken wird - in der Kälte beschleunigt er den Wärmeverlust. Sefrin: "Im Straßenkarneval taugt Alkohol nicht zum Aufwärmen. Hier ist heißer Tee das Mittel der Wahl."

Tipp 3: Maß halten - und stehen bleiben

Ganz auf Alkohol verzichten muss niemand, aber Maß zu halten ist wichtig. "Wer anfängt zu lallen oder unsicher zu gehen, sollte unbedingt eine Alkoholpause von mindestens einer Stunde einlegen. Dafür darf man sich auf keinen Fall draußen hinlegen, sonst sinkt die Körpertemperatur schnell auf bedrohliche Werte", sagt Prof. Sefrin.

Tipp 4: Hilflosen helfen

Wer einen angetrunkenen Karnevalisten schlafend oder benommen im Freien antrifft, muss unbedingt helfen. Sonst droht eine Unterkühlung bis zum Tod. Die Person muss ins Warme gebracht werden - und bei Bedarf von Fachleuten weiterbehandelt werden.

17. Februar 2012 23:00 Uhr. Alter: 90 Tage